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Bewegung hilft Fixierungen in Pflegeeinrichtungen zu vermeiden

Projektverbund stellt Erfahrungen aus Praxis-Projekt vor

 

Ein Projektverbund von Pflegeeinrichtungen der Diakonie RWL, unter Ihnen auch das Ev. Altenheim Bethesda, hatte sich Anfang dieses Jahres auf den Weg gemacht, freiheitsentziehende Maßnahmen nachhaltig zu reduzieren und jetzt die Ergebnisse vorgestellt.

 

Je nach Einrichtung konnten die körpernahen freiheitsentziehenden Maßnahmen, wie Gurte, Tischsteckbretter oder Bettseitenteile sowie die chemische Fixierung durch Medikamente um 50 bis 100 Prozent reduziert werden, ohne eine Zunahme von Stürzen. 

 

Die Einrichtungen haben dazu ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschult. Es wurden regelmäßige Fallbesprechungen durchgeführt, Angehörige, Ärzte, Betreuer, Gerichte und Pflegekräfte in den Prozess eingebunden und verbesserte technische Hilfsmittel wie Niedrigbetten – die fast bis auf den Boden heruntergefahren werden können – Sturzmatten oder Gehwagen angeschafft.

 

Die zentrale Maßnahme aber war, die Bewohnerinnen und Bewohner in Bewegung zu bringen und Sie in ihrer Beweglichkeit durch Muskelaufbau- und Balanceprogramme zu stärken.

Mehrere Einrichtungen setzten auf Bewegung und Sport und konnten durch die Stärkung der Muskeln und des Gleichgewichtssinns Stürze der Bewohnerinnen und Bewohner deutlich reduzieren. Der Blick auf die freiheitsentziehenden Maßnahmen hat sich in den Einrichtungen verändert“, so die Projektleitung Regina Hanke-Höhmann. 

 

Und der Blick auf die Bewohnerinnen und Bewohner hat sich verändert. Rudolf Michel-Fabian, Referent der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und Geschäftsführer des Evangelischen Verbandes für Altenarbeit der Diakonischen Werke Rheinland, Westfalen und Lippe: „Zum Abbau von freiheitsentziehenden Maßnahmen muss man zunächst an der Haltung gegenüber den betroffenen Menschen arbeiten. Ihnen müssen wir auf Augenhöhe begegnen und uns neu auf sie einlassen.“

 

Besonders wertvoll bei diesem Projekt sei das entstandene Netzwerk der beteiligten Projektpartner aus Bielefeld, Münster, Essen, Hagen und Wuppertal, das auch in Zukunft einen Wissenstransfer unter den diakonischen Pflegeeinrichtungen ermögliche.

 

Initiiert wurde das Projekt vom Ev. Verband für Altenarbeit in den Diakonischen Werken Rheinland, Westfalen und Lippe (EVA-RWL).

Die fachliche Beratung und Gesamtprojektleitung erfolgte durch die Pflegewissenschaftlerin Regina Hanke-Höhmann.

 

Die Projekteinrichtungen:

- Ev. Altenheim Bethesda

- Alten- und Pflegeheim Hagen-Haspe

- Altenzentrum Kasinostraße Wuppertal

- Martin-Luther-Haus Münster

- Paul-Gerhard-Haus Bielefeld